Gleich dem Montblanc, an dessen Firn
Nicht Sturm noch Sonne rütteln kann,
Ist still mein Herz, kühl meine Stirn,
Nicht Lieb noch Haß ficht mich mehr an.
Ob tausend Sterne sich bemühn,
Mich aufzutaun mit ihrer Glut,
Wetteifernd glitzern, feurig glühn,
Es rührt mich nicht, kalt bleibt mein Blut.
Doch manchmal nachts, wenn ich allein,
Taucht vor mir auf der Feenteich
Der Jugend - und im Sternenschein
Dein schönes Bildnis, schwanengleich.
Dann, wie nach langem Wintertod,
Erwacht mein Herz und brennt vor Weh
So, wie im kalten Morgenrot
Erglüht des Bergfirns ewger Schnee.
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