Strahlenkranz im Dämmerschein


Schon lag der Weg vor uns im Reifesglanz,
Und Schatten stürzten in den Park hinein,
Doch einen sanften, weichen Strahlenkranz
Flocht dir ins dunkle Haar der Dämmerschein:
Es war ein Glanz so zart, so tief und mild,
Kaum mehr der Strahlen irdisch Ebenbild.
Zu Duft, zu Stille halb, verklärt' ihn sacht
Die Seelenwandrung abendlicher Pracht.

Zu Duft und Stille. Duft der Heimlichkeit
Glänzt' dir im Haar, des Himmels Friedensstille;
Schön war das Leben wie zu keiner Zeit,
Ins Herz mir goß mein Aug des Glanzes Fülle:
Ich wußte nimmer: Bist du's wirklich auch,
Vielleicht dein liebes Ich ein Rosenstrauch,
Worin ein Gott zur Erde niedersteigt,
Dess' Seele durch das Laub sich zu mir neigt?

So stand ich lange schweigend, wie gebannt,
Minuten gingen, Jahre sanken nieder –
Und dann ergriffst du plötzlich meine Hand,
Und langsam öffneten sich meine Lider,
Da fühlte ich: ins Herz mir kehrt zurück,
Durchströmt mich rasch mit rauschender Musik
Wie's Blut erstarrte Adern, inniglich
Das irdische Gefühl: dich liebe ich!


作者
阿爾帕德·托特

译者
Ferdinand Klein-Krautheim

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/T%C3%B3th_%C3%81rp%C3%A1d-1886/Esti_sug%C3%A1rkoszor%C3%BA/de/25570-Strahlenkranz_im_D%C3%A4mmerschein


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