du durchsuchst jetzt die stadt nach jemand und hast große angst
davor daß du ihn findest du nennst ihn irgendwie aus deinem mund lösen sich
die schlipse heraus und sie verknüpfen sich zur schlinge. du bist langweilig
wie vor den feiertagen die hysterischen transparente. im nebel
schaukeln schiffe und auf den dämmernden pfad tropft der speichel
von riesen. nicht das frühe aufstehen –
der zerschnittene traum ekelt mich an
der im gläsernen zimmer wandelnde zahnlose löwe: seine
weichen tatzen zerschmieren die erdteile im schatten deiner augen:
du lernst wieder schweigen
an musik klammerst du dich an musik und über deinem geschick
schlagen die tschinellen endgültig zusammen bis mitternacht
du könntest auch einfacher existieren
gewiß einfacher. zwischen dampfenden weinreben wo deine liebsten
deinen starren schädel hervorträumten aus dem mörtel der zeit. irgendwo
dort. im ewigen durst. zwischen erstickenden schneewänden
zwischen den vor blut glitschigen schenkeln der mädchen: auch tot
könntest du sein und auch existieren könntest du.
aus irgendeinem grund haßt du diese stadt
mit ihren schlampigen zeitungen balkanischen unterhaltungen ihren lichtern
bei denen deine verwaisung sichtbar wird. mit gesenktem haupt
durchquerst du einen platz und bloß der hinterlistige blaurote
mond und bloß der unauslöschbare gesichtszug in deinen nerven
jetzt hast du angst davor
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