aus der Serie „Brotzettel“
Vorsicht ist geboten, denn reife Kirschen streifen an meinem Knie,
mit der Achselhöhle reiße ich ganze Brennesseln mit der Wurzel aus,
ein aufgescheuchter Vogel huscht knapp an meinem Ohr vorbei
auf einen anderen Baum, und beim jähen Sprung zurück
lande ich in einen rostigen Topf.
Die schmeißen nämlich alles Mögliche herüber, Pfannen, Töpfe,
platte Gummibälle und sonstiges, was wir hier ja noch
gebrauchen könnten, und tatsächlich, wenn es nur eine Form hat und
jemandem gehörte, etwas Regenwasser von gestern oder noch früher
auffing, wenn sich darin das abgestandene, braune Licht, das in diesem Garten
sonst niemand sein eigen nennt, widerspiegelt, dann
ringt es für einen Moment Bewunderung ab,
und nachher fahre ich sowieso weg.
Aber wenn sie einen lebensgroßen Esel, aus Stoff genäht und mit Fetzen
ausgestopft, in weitem Bogen herüberschleudern,
dass ich ihn auffangen soll, die Straße entlang tragen, damit er sozusagen
alles gezeigt bekommt und auch selber gesehen wird, Begegnung also,
künstlich herbeigeführt, oder eine schwache Botschaft
aus einer Welt der Handarbeit, während ich weiß,
aus mir selbst stülpt sich etwas nach außen, grau und weich,
hat einen Schwanz, dies trage ich geschultert, zum Weitergeben am Ende,
dann ist das etwas anderes, dann entfliehe ich selbst der Flucht,
ich laufe vorwärts auf dem Dach eines rasenden Zirkuszuges,
der weiße Clown mit dem abgenutzten Aktenkoffer mir auf den Fersen,
er will die Kirchensteuer für die letzten zwanzig Jahre eintreiben,
aber in Eiern passt das auch. Finsternis, Tunnel.
Ich rühre mich kaum, will bloß einem schwingenden Uhrenstachel
ausweichen, und stoße trotzdem mit dem Ellenbogen
einen bekränzten Dreierkran um.
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