Wie kannst du noch das einsame, mummelnde
Väterchen einer griechischen Insel oder
einer Vorstadt Johannesburgs sein?
Mit Geheimnissen, unendlich finstren, mit was sonst?
Mit Blutschande oder Nazi-Vergangenheit
oder Bankraub oder nur Steuerbetrug,
auf dem, je älter er wird, die Spuren einer
plastischen Operation immer stärker hervortreten.
Es rätseln die Verkäufer und der Kellner,
wenn er in die Gaststätte schlurft
und mit seinem Akzent Tag für Tag
das Gleiche verlangt:
wodurch er wohl den Verstand verlor, denn
wegen irgendwas musste er ihn verloren haben.
Denn es steht im Buche geschrieben,
es steht dort drinnen. Zwiegespalten. Dieses
alte Wort verwendet
dies Buch dafür.
Auf der Straße sieht er Kartenspielern zu,
und die Kartenspieler sehen nicht mal auf.
Er wäre nicht mal eine Kreuz Drei wert –
nur der Stoß Karten wäre
ohne ihn leerer.
Mürrisch, wortkarg ist er. Sein
fremder Körper schluckt das
hiesige Licht gänzlich, doch es
glänzt hier ja ohnehin alles.
Ein ehrlicher, in sich zusammengesunkener Stern,
außerhalb der Zeit, ein schwarzes Loch.
Sag nicht, dies Buch sei romantisch, alt, ungenau
und naiv! Denn eine Neuausgabe gibt es ohnehin
nicht und wird es auch nicht mehr geben:
Rien ne va plus! In unseren Herzen steht es geschrieben.
Wirst du kein Onkel im Süden,
warst du auch hier kein Mann.
Éva Zádor und
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