Ob ich auf meiner Seele Karst
noch ein paar Blumen für sie find?
Für sie, die mir so teuer ist,
viel teurer, als es Blumen sind?
Wie gerne säh ich sie beglückt,
träumend und wunschlos, frohgesinnt –
und bin doch selber daran schuld,
daß ungestillt ihr Herzblut rinnt.
Ich streune weinend durch den Karst,
gedörrt vom heißen Wüstenwind.
Die armen Blumen welkten hin,
so spärlich sie gewachsen sind.
Schon sterbend stehn sie wie ich selbst,
den Tod erwartend, müd und blind.
Doch nimm die armen Blümlein hin,
sie sind mein letztes Angebind.
Liebste, ich hab mich oft gefragt:
Wär es nicht besser, ich verschwind?
Folgt deinem Sommer dann ein Herbst?
Ein Feld, das heitrer für dich grünt?
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