Wie kann dein junger Leib den Tod durchstrahlen,
anderthalb tausend öder Nächte Qualen,
daß ich dich liebe ohne Recht und Zeit!
Du brachst das Fenster meiner Einsamkeit,
daß Scherben mir die Seele blutig reißen,
Friedhöfe mit den Fingern auf mich weisen,
daß meine alten Augen keine Tugend
und keinen Ruhm mehr sehn als süße Jugend,
daß alle Dunkelheiten mit Erschauern
auf deines Fleisches Sonnenaufgang lauern,
daß offnen Augs ich schlafe wie die Toten,
weil deiner Blicke Flammen nie verlohten,
daß Glück mir aus den Poren bricht wie Rauch,
so wunderbar, so unerträglich auch.
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