du liegst allein am toten ufer in der blauen flamme
des sandes zerfließen die duftenden mädchenspuren die um dich herum
hingestreckt sind. es überrascht dich nicht mehr daß du so allein
bloß betrübt dich das großreinemachen der natur zum saisonschluß daß
wieder du überzählig bleibst
:und es beschämt dich
die entkleidung der landschaft kümmert dich nicht
du siehst auch unter den zusammengepreßten lidern die am horizont
gestrandeten walfarbenen wolken die warme linie der friedhöfe
die sich nebel über die brüste ziehn und die mit getöse
in den wellen versinkenden erdteile
dieser ort existiert allein in der zeit aber wirst du einst wissen
welcher zeitaugenblick das tote ufer der mit fischgerippen
vollgestreute verglimmende nachmittag war oder es entschwindet für immer zerfließt
löst sich auf wie die mädchenspuren im sanften angriff des kurzsichtigen
herbstes. hier. jetzt. so. für immer
und es treffen die möwen mit ihrem wehgeschrei ein und sie entfalten ihre segel
du liegst im schweren wind. in der blauen flamme des sandes
zieht sich frierend zusammen die wespe die sich auf der weggeworfenen
melonenschale sonnt. deine augenhöhle füllt sich plötzlich mit dem säuerlichen
geschmack der nachsaison mit weißen steinen rotem schnee der sonnenschirme.
das wasser verrichtet inzwischen seine pflicht. beißt ins ufer. seine wellen
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