Mittwoch (Dieses verstockte Sonnenlicht…)


aus der Serie „Brotzettel“

Dieses verstockte Sonnenlicht am Fenster
hat nicht die Wärme, um süße Küsse zu senden
an wen und wohin auch immer, wenn dem so wäre,
oder weil in einem besonderen Moment eine winzige
Chance doch bestünde und danach geht das Leben weiter:
das Töten und Lügen, das dunkle, kalte Treiben.

Und wie ist es gemeint, dass ich von mir etwas,
dass ich meine ungeschützte Seite von Zeit zu Zeit
hinreichen sollte, und dabei ginge es ums Ganze,
weshalb ich mit Müh und Not enthüllt werde
und dann anfangen kann die Freuden
scheibchenweise und scheinchenweise zu sammeln.

Niemand mehr will nur meinen Körper,
allein die inneren Werte werden registriert,
weshalb auch ich so dankbar sein kann,
manchmal der Sonne, dem Mond und dem Universum,
dass ich ins Schwimmen gerate, sogar bis zum nächsten Ufer,
wo ich meine Bremsblöcke aus der Tasche hole.

Und das gibt dann den Ausschlag, womöglich,
oder was auch immer, mir die Gelegenheit nachzugeben
oder um so mehr nachzugeben, bis es nicht
mehr geht, sondern das lange, frühe
Ende zurückkehrt mit seinem Konkretum.
Und darin aber der kurze, späte Anfang.

Monika Rinck und


作者
Ferenc Szijj

译者
Kalász Orsolya

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Szijj_Ferenc-1958/Szerda_%28Ez_az_ablakban_meg%C3%BCl%C5%91_napf%C3%A9ny%E2%80%A6%29/de/34240-Mittwoch_%28Dieses_verstockte_Sonnenlicht%E2%80%A6%29


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