Die Zeit hat sich, Geheimagent, schon längst in unserm Organismus festgesetzt;
auf dem durch Gefahren geschmuggelten Mikrofilm unserer Ehe
sieht man die Röntgenaufnahme unsres sklerotischen Rückgrats.
Zwanzig Jahre – zuviel eigentlich für ein Dutzendehepaar der Intelligenz.
Etwas an uns ist unerhört.
Romeo und Julia aus der Reformgeneration,
grauhaarig, mit diskretem Übergewicht –
wir gehörten eher in eine Filmburleske,
als in einer Weltstadt überfüllte Gruft,
wo der Geheimgang nur noch Aug in Aug sich öffnet …
schwankendes Licht … die sechziger Jahre …
unser Leib ist durchsichtig wie unser Plan,
den Freund Giftmischer, der Pfuscher, notdürftig geschmiedet …
Die Jugend scheitert, wenn sie allzulange lebt; das ist ihr Schicksal.
Unterm Kopf das Kissen, versinken wir langsam.
Doch zögen die Strumpfmaske wir herunter unsrer sich mehrenden Falten,
strahlte der junge Schädel hervor
und auf dem Handrücken die irre Tätowierung:
ES GIBT EINE AUFERSTEHUNG!
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