die Szalkai-Variation
Das Niedertrampeln eines ewigen Motivs ins Augenblickliche,
seine Rückführung in die Tiefen der Zeitlosigkeit
und seine sofortige Entlassung von dort, wie das Eis, wenn es
schmilzt, dann das Verfeinern der Bewegung zum Unverückbaren,
das wird das Ziel sein, das Glätten und Streicheln der sichtbaren Dinge,
ihnen Mut zu geben, damit sie sich trauen lauter zu singen,
auch dem mit Licht vermengtem Sand und Sägemehl, den Mut,
immer und immer wieder den Aufbau der Welt vorzuführen,
die man aber mit der Zeit auch ein wenig schleifen
muss, ihre gewohnte Oberfläche aufschürfen,
damit das Willkürliche, jedoch bis zur Bedürftigkeit
entblößte, das Weiblichste,
wenigstens für einen Augenblick doch sichtbar wird,
und für die Erlösung durch das Alltägliche, durch
die Materie bereit steht.
Monika Rinck und
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