Regensburg


Wie ich leben müsste. Mit diesem erbärmlichen Satz

beginnt alles. Ich ziehe meinen Finger über die blassen Adern

des roten Marmors. Vor dem Altar stehen zwei einander

umschlingende Kinder. Sie schlagen sich später auf den Gräbern,

die in den Boden versenkt sind. Blitzlichter blinken, ich fühle

den Bogen der Kuppel, jenen Neigungswinkel, der das Ganze,

mich, zusammenhält. In dem durch die offenen Tore herein-

strömenden Licht stehen zwei Nonnen. Ich sehe nur ihre Umrisse,

der Luftzug bläst den ihnen entströmenden Altersgeruch

mir zu. Wenn ich die Schwelle durchschreiten werde,

wird die Hitze von draußen alles in mir auflösen,

nur ein zunehmendes Holpern bleibt zurück, das zähe

Pulsieren des Hirns und des Herzens im schleimigen Dunkel.

Als ob ich jedes kleine Stück meines Körpers einzeln

spüren würde. Jene innere Kälte gibt es draußen, unter

dem Himmel nicht.


作者
Ákos Győrffy

译者
Julia Schiff

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Gy%C5%91rffy_%C3%81kos_-1976/Regensburg/de/34184-Regensburg


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