Nach dreißig Jahren*


Du kommst auch heute noch zu mir im Traum zuweilen,
das Grab vermochte deine Unruh nicht zu heilen,
sofern dir fromme Hände je ein Grab bescherten,
und nicht dein Ebenbild herumstreift noch auf Erden.

Wenn unser Volk den Glauben der Hellenen hätte,
dann stünde ein Mal an jener heiligen Stätte,
wo du verschwandst. Du weiltest in den ewigen Hallen
der Götter, tränkst den Nektar dort vereint mit allen.

Wie immer auch, die Jahre ließen uns vergreisen,
dieweil sie nicht aufhörten, dich, nur dich zu preisen.
Was du uns gabst, davon ging nicht ein Korn verloren,
es wird ja in den Söhnen immer neugeboren.

Ich aber war mit dir ein Leib und eine Seele,
so daß ich mich noch immer mit der Frage quäle:
Hat mit der Picke ein Kosak dein Herz durchstochen?
Hat ein Walach mit Beil dir blöd das Haupt zerbrochen?

* Zum dreißigsten Todestag von Sándor Petőfi


作者
亚诺什·奥洛尼

译者
Géza Engl

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Arany_J%C3%A1nos-1817/Harminc_%C3%A9v_mulva/de/35604-Nach_drei%C3%9Fig_Jahren%2A


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