Knechtsseelen


Dies ist nun der Tag der Freiheit!
Dieses überhelle Licht!
Durch die trüben Gitterfenster
unsres Kerkers drang es nicht.
Unsre lichtentwöhnten Augen
blendet diese grelle Glut.
Heim ins Dämmerlicht des Kerkers
laßt uns gehen! Da ist's gut!

Und dies tosende Gewimmel,
das betäubend uns umbrüllt,
das uns mitreißt wie die Fluten
eines Stroms und überspült!
Dieses fieberhafte Hasten
voller Gier, die niemals ruht!
In die Einsamkeit des Kerkers
laßt uns heimgehn! Da ist's gut!

Hart und schneidend wehn die Winde
uns hier draußen ins Gesicht,
wenn aus schwarzen Wetterwolken
Blitzgekrach bedrohlich bricht.
Weckt uns dort nur Wetterleuchten,
tötet hier des Donners Wut.
Ach, zurück in unsre Zellen
laßt uns heimgehn! Da ist's gut!

Hier nur Kampf und harte Arbeit,
Nächte schlaf- und ruhelos.
Hier wird man umhergeschleudert,
- Hoffnung klein, Gefahren groß -
zitternd unter Todesängsten
wie ein Boot in wilder Flut!
Laßt uns heimgehn in den Frieden
unsrer Zellen! Da ist's gut!

Ach, nun dröhnt Kanonendonner!
Waffenklirren, Feldgeschrei!
Feuerschein, zerfetzte Fahnen!
Blutrausch, Menschenmetzelei!
Fort! Viel lieber laßt uns sterben
dort, wo still versiegt das Blut,
friedlich auf dem Strohsack enden,
ja, im Kerker! Da ist's gut!


作者
亚诺什·奥洛尼

译者
Martin Remané

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Arany_J%C3%A1nos-1817/A_rablelkek/de/35580-Knechtsseelen


报错/编辑
  1. 初次上传:李大侠
添加诗作
其他版本
添加译本

PoemWiki 评分

暂无评分
轻点评分 ⇨
  1. 暂无评论    写评论