Für dich flammt' ich, du erglühtest,
Ich erglüh' noch, du nicht mehr.
Wie du dein Geheimnis hütest,
Ach, ich fühl' es nur zu sehr!
Seufzend und in Schmerz befangen,
Rufet "Minni!" oft die Brust;
Und im Kummer und im Bangen,
Wein' ich über den Verlust.
Hingegangen, hingeschwunden,
Ist des Lebens Göttertraum;
Doch um dich, ob tief die Wunden,
Geb' ich nicht der Klage Raum:
Nie soll dir das Glück entschwinden,
Trag' dann leichter, was mich trübt;
Seufz' mit stolzerem Empfinden:
Minni hat mich einst geliebt.
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