Die arme Suse


Abends ward der Befehl gebracht,
Es war ein grosses Siegel darauf,
In einer schönen Sommernacht,
Da weckten sie meinen Jancsi auf.

Eben war er von mir geschieden;
Er sah mich im Traume sicherlich,
Ruh'te in seinem Bett in Frieden;
Es träumte ihm, wie er gehalset mich:

Da rief ein trüber Trompetenstoss,
'S hiess, gegen die Türken zöge das Heer.
Meine Jancsi schwang sich eilig auf's Ross.
O weh! vielleicht seh' ich ihn nimmer mehr.

Zu seinem Quartier ging weinend ich hin,
Bis an's Ende der Gärten ging ich ihm nach,
Sein Marsch war mein Klaglied, fort sah ich ihn zieh'n,
Und seufzt', wie die einsame Taube am Dach.

Seinen Csáko ich reich mit Thränen begoss,
Ich knüpfte ein trauriges Band daran,
Zehn Rosen gab ich seinem Ross,
So viel hundert Küsse dem lieben Mann.

Selbst meine Seele weinte in mir,
Als Abschied genommen wir beide;
Er sprach nur eins: "Gott sei mit dir!"
Und umarmt' und küsst' mich mit Leide.


作者
Mihály Csokonai Vitéz

译者
János Majláth

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Csokonai_Vit%C3%A9z_Mih%C3%A1ly-1773/Szeg%C3%A9ny_Zsuzsi%2C_a_t%C3%A1boroz%C3%A1skor/de/33062-Die_arme_Suse


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