Der abgetrennte Kopf eines Rehbocks
ist an die Wirtshaustheke gelehnt.
Die Augen geschlossen, aus dem Maul
tropft Blut auf den Boden. Um den Kopf
herum warmer Dunst, als ob er noch nicht
ganz tot wäre, als ob er sich noch in eigener
Nähe befände, hier im Wirtshaus, das voll
mit seinem penetranten Geruch
und jener Wärme ist, die er selbst ist.
Vor ein paar Stunden lief er noch dort oben,
im Eichenwald, in jenem schmalen
Streifen, zwischen den letzten Augenblicken
der Nacht und den ersten des Morgens,
in jener nicht benennbaren Tageszeit,
die nicht mehr als eine oder
höchstens zwei Minuten ausmacht.
Er trat hinaus auf die Lichtung, unter
die Stromleitung, die den Berg längs
durchzieht, blieb stehen, dann war sein
nächster Schritt eher eine Art Ausdehnung
in alle Richtungen aus einem
pochenden Zentrum, etwa wie ein
mysteriöser, unsichtbarer Atomblitz,
danach war er überall, von allem
oder in allem ebenso weit,
und der Tag brach immer noch nicht an,
blutige Schnürstiefelspuren
auf dem Linoleumbelag.
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