Ein Monat, anderthalb
hindämmernde Zeit,
durstiges Warten und
wasserfleckiges Schuhwerk.
Düstere feuchte Dämmerung,
darin schwebend
die dünne Kindheit – Orangen
und fünf Paar Männersocken.
Zeit, in welcher geheime
Gewißheit zittert:
es gibt einen Sieg, das Öllicht
flammt auf, es lodert und fackelt!
Das winterliche Dämmerlicht
strandet auf unserem Haus
und wirft seine grünliche Haut ab,
es sinkt immer tiefer.
Das Fest hielt Wache über der Stadt
oder hinter dem Frost
und wiegte den grünen Nebel.
Ich nahm das Fest in mir auf, verstohlen.
Es hatte kaum mehr als im Alltag gewogen.
Doch sag, was ist dieses Fest,
dieses Streulicht, der Funke, der aus einer
Stichwunde sickert, der zischt und prasselt
und Hunderte Nadeln versprüht?
Das Fest ist weit von allen Tagen entfernt.
Wie die Zeiger der Uhr von der Zeit.
Mein Herz schweigt von Jahr zu Jahr anders.
Die Maschine keucht, klappert und knarrt.
Weihnachten kommt immer schneller.
Der Winter wickelt sich auf wie ein Verband.
So viel Trauer ergießt sich unter dem Mond.
So viele Frauen gebären, so viel Trauer gebiert
das rauchende Eisen.
So viele liegen bereits,
Krähen, zu Haufen geschossen,
vor der Schwelle des Sieges.
So viele Leiber, verflochten,
bezeichnen einen einzigen Ort.
So viele Kerzen brennen
an Stelle der Sterne fort.
Sie naht,
ich fühle es, über die großen Wässer
gleitet sie immer näher heran,
die heiß ersehnte
feurige Botschaft
in einen Brustkorb geschlossen.
Ein rotes Stimmband
würgt meine Kehle.
Das Fest bleibt ewig, in weiter Ferne.
Es flieht die Vollendung. Beraubt mich seiner.
Nicht eingelöste Verlockung, nur heuchelnde Wörter.
Versprechungen Gottes, ein fauler Wechsel.
Der Raum erglüht, er weitet sich aus.
Ein gleißender freier Tag im Kalender.
Hier ist das Fest ein samtener Mangel.
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