Im Norden hier, wo die Sonne schnell sinkt und
der schütter gebrochene Regen nieselt
und rieselt, fährt mir nur Wind in die Haare,
Alleinsein begräbt
mich wie faulendes Laub. Gras überwuchert
die Tür, gib acht! Wer sollte schon öffnen?
Die Einsamkeit, einst heiß ersehnt, überwächst
nun alles um mich.
Was soll sie bringen? Das Leben über
das Salz, den Honig zu heben. Sie ist
der Berg, dessen Spitze mir Weitblick gewährt
auf frühere Zeit.
Tiefe Gespräche vergehen, abgefallen
die Welt, das Gewicht, mein Verstellen
vertrocknet, - wir nähern uns meines Daseins
wurzelndem Wesen,
der Schwerkraft des punktverdichteten Körpers.
Worte aus Lava bersten, das Leben
der toten Eltern nimmt mich erneut,
endgültig aufs Korn.
Verwaist im Gedicht. Was geheim war, bringt es
ans Licht, es bestiehlt dich, raubt deine Schätze.
Kein Buch, kein Film kann die Nächte dir
kühlen, erwärmen.
Ich fürchte, ich bin am Verwildern, darum
such ich Heil auf der Wiese, im Garten,
am Hof: da zerpflücken langbeinige Vögel
mir meine Rhythmen.
Was ist Alleinsein? Erkaltende Brammen,
Schwärze, blindes Geknister. Birken leuchten
nackt aus finsterem Forst, es riecht nach
frischem Fiasko.
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