Auff die krönung des Römischen Königs Josephi


Europa zanckte sich und wolte gerne wissen/
Wer in Germanien noch würde könig seyn.
Der stoltze Ludewig war äusserst drauff beflissen/
Wie er das deutsche reich möcht auseinander streun:
Drum spahrt' er weder gelt/ noch müh und schmeicheleyen/
Und bot sein eignes kind zu einem käyser an:
Wer/ sprach er/ wird euch mehr als dieser Printz erfreuen/
Der so/ wie ich/ die kunst sich zu vergrössern kan?
Allein der himmel rieff: Behalte deine Gaben/
Ich will ein Josephs-Hertz und keinen Nero haben.


作者
Benjamin Neukirch

来源

Neukirch, Herrn von Hoffmannswaldau und anderer Deutschen ... Gedichte I (1695), repr. de Capua/Philippson, Niemeyer 1961. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0004-60C9-D; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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