An ein schönes Kind


Du blickst, um deiner Mutter Hals dich schmiegend,
Mich hold und lächelnd an, ein sel'ger Stummer;
Die Wonne schließt den Mund, ihn lös't der Kummer,
Du brauchst die Sprache nicht, in Luft dich wiegend.

Doch jetzt, der Kraft des Lenzes still erliegend,
Durch Bienen eingefurrt und and're Summer,
Von Duft betäubt, fällst du in tiefen Schlummer,
Ein Rosenblatt, in einen Brunnen fliegend.

O! würdest du der Maler und der Dichter
Gewaltigster, du wirst durch all dein Ringen
Das Höchste nie, wie jetzt im Spiel, verrathen,

Nie so das Schöne durch der Farbe Lichter,
Nie so das Reine durch dein frömmstes Singen,
Nie so das Menschlich-Göttliche durch Thaten!


1842
作者
Christian Friedrich Hebbel

来源

Friedrich Hebbel: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Besorgt von Richard Maria Werner. 1. Abteilung: Werke, Berlin: B. Behr’s Verlag, [1911 ff]. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0003-3947-F; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


报错/编辑
  1. 初次上传:李大侠
添加诗作
其他版本
添加译本

PoemWiki 评分

暂无评分
轻点评分 ⇨
  1. 暂无评论    写评论