Der Winter


Von einer Brücke schreit vergrämt ein Hund
Zum Himmel ... der wie alter grauer Stein
Auf fernen Häusern steht. Und wie ein Tau
Aus Teer liegt auf dem Schnee ein toter Fluß.

Drei Bäume, schwarzgefrorne Flammen, drohn
Am Ende aller Erde. Stechen scharf
Mit spitzen Messern in die harte Luft,
In der ein Vogelfetzen einsam hängt.

Ein paar Laternen waten zu der Stadt,
Erloschne Leichenkerzen. Und ein Fleck
Aus Menschen schrumpft zusammen und ist bald
Ertrunken in dem schmählich weißen Sumpf.


1912
作者
Alfred Lichtenstein

来源

Alfred Lichtenstein: Gesammelte Gedichte, hrsg. Klaus Kanzog, Zürich: Arche, 1962. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0003-EC36-9; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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