Die Sonne läßt mich stehen


Die Sonne sank, das Land ward rot,
Bis alles Feuer in dem Meer ertrank.
Ein Dämmerstreifen blieb. Der Tag ist tot.

Der Tag, der hier an mir vorübergeht –
Spurlos wie Luft, die über Wasser weht –
Der Tag sagt morgens schon und winkt: »Komm, es ist spät.

Eil dich, die Heimat und die Liebste flehen.«
Doch ach, die Sonne steigt und sinkt
Und läßt mich stehen.


1914.8.31
Makassar
作者
马克斯·道滕代

来源

Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München: Albert Langen, 1925.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-777B-6; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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