Siehst du, der Abend naht, und der Stacheldraht rings und der wilde
Ser du, det kveldes; med piggtråd rundt oss og det ville
Eichzaun und die Baracke, sie schweben hinein in sein Dämmern.
Langsam löst sich der Blick von unsrer Gefangenschaft Rahmen,
gjerde av eiker med brakker som svev i vår skumring.
und der Verstand nur allein weiss noch um die Ladung des Drahtes.
Sieh, auch die Phantasie gewinnt hier nur so ihre Freiheit,
Vårt blikk, kun sakte slipper det vårt fangenskaps ramme,
unsern gebrochenen Leib löst der Schlaf, der schöne Befreier,
und das Gefangenenlager schwebt nun, da die Nacht naht, nach Hause.
bare fornuften vet stadig at tråd fortsatt er spent.
Schnarchend, in Lumpen gehüllt und kahl fliegt von Serbiens blinder
Ser du, min kjære, fantasi kan her kun sådan bli fri,
Höhe der Häftlinge Schar in die Heimat, die schweigend geduckte.
Schweigend geduckte Heimat! Oh, gibt es denn noch ein Zuhause?
våre martrede kropper slik befris av lys, av drøm,
Wurde es nicht schon zerbombt? Und ist's so noch, wie einst wir's verliessen?
Und ob, wer rechts von mir stöhnt und links hingestreckt liegt, einst wohl heimkehrt?
det hjem hvortil nu leiren vår svever helt skjønt befridd.
Sag, gibt's dort noch einen Ort, wo man den Hexameter verstehn kann?
Svøpte i filler, snorkende, flyr nu fanger nakne
Ungefähr, ohne Sicht, nur Zeile um Zeile abtastend,
schreibe ich hier in der Dämmerung Verse, schreib so, wie ich lebe,
mot den hjemlige fjerne egn her fra Serbias høyder.
wie ein Regenwurm blind den glatten Papiergrund befühlend.
Taschenlampe und Bücher nahmen die Wächter des Lagers,
Fjerne, hjemlige drømmeegn! Finnes fortsatt et hjem?
und statt der Post, der ersehnten, dringt Nebel in unsre Baracke.
Ikke truffet av bombene? Det hjem vi da forlot?
Unter Gerücht- und Gewürmen leben hier Polen, Franzosen,
Römer, verträumte Bergjuden, separatistische Serben,
Og de som stønner, som ligger utstrakt, finner de hjem,
Stücke nur fiebernden Leibs und dennoch ein Leben hier lebend,
wartend auf frohe Botschaft, aufs Wort einer Frau, auf die Freiheit,
vil det da fortsatt finnes et sted hvor mitt dikt når frem?
auf das in dichte Dämmerung stürzende Ende, auf Wunder.
Her i halvmørket uten tegn over tegn skrives heksameter
Bettenlos lieg ich, gefangenes Tier zwischen Würmern; der Flöhe
Ansturm hebt neu wieder an, da die Heere der Fliegen nun ruhen.
følt frem i linjer på linjer slik jeg selv også lever,
Sieh, es ist Abend, Geliebte: ein Tag der Gefangenschaft weniger
und ein Lebenstag auch. Das Lager schläft. Auf die Landschaft
blind som en larve fremover kryper jeg på papir;
scheint nun der Mond und macht den Stacheldraht wieder erglänzen,
und man sieht durch das Fenster die Schatten bewaffneter Wächter
leirens voktere tok fra oss lykter, bøker, vårt alt
an die kalkige Wand projiziert unter nächtlichen Stimmen.
og hit når ingen post mer frem, bare brakkens tåke.
Siehst du, Geliebte, das Lager schläft, und es rauschen die Träume,
einer, aufgeweckt, schnauft, dreht sich um auf dem engen Fleck und schon
Her blant rykter og mørkt utøy lever franskmenn, polakker,
schläft er wieder, und sein Gesicht strahlt. Nur ich allein wache,
schmeckend den halb aufgerauchten Stummel im Munde anstelle
romer, troende serber, drømmende jøder, her i fjellet.
deines Kusses Geschmack, und es naht mir der Schlaf nicht, der milde,
denn nicht sterben, nicht leben kann ich nunmehr ohne Dich.
Stykket opp i feberhete kropper lever de hver
sitt liv, ventende kvinneord, frihet, godt nytt, skjebne,
på en styrtende demrings slutt eller på et under.
Uten seng ligger jeg, innfanget mellom ormer, loppers
angrep gjentas stadig men fluer er gått til ro.
Det er kveld og fangenskapet er en dag kortere
som livet mitt også. Leiren sover. Månen skinner
ned på landskapet, i dens lys piggtråd igjen synes
og man ser gjennom vinduer væpnet vakts skygge
her seg bevege, projisert på vegg av natts lyder.
Leiren sover nu, kjæreste, våre drømmer suser;
en nyss våknende snorker høyt, men klemmes om på siden
og sovner atter, hans ansikt lyser. Kun jeg våker
med stank av halvrøkt sneip i munn, istedet for med smak
av ditt hete kyss, og søvnen, trøsten, kommer ikke,
fordi uten deg jeg hverken leve kan eller dø.
Lager Heidenau, Jugoslavia, juli 1944