Des Seemanns Zechlied


Gewähre mir Bacchus
Preiswürdig und hehr
Des Weines nicht Tonnen,
Ein völliges Meer!
Im Weinozeane
Bemannen ein Schiff
Mir Brüder, wie Lust hier
Zusammen sie rief.

Gewinnet an Klippen
Das Schiff auch den Leck,
Nie ruft uns zur Arbeit
Die Pump aufs Verdeck.
Wir schwimmen, wir sinken,
Es bleibet dabei
Daß nicht Element nur
Das Waßer uns sei.

Und droht auch Verderben,
So hat es nicht Noth:
Wir finden im Weine
Den trunkenen Tod.
Es treibe die Woge,
Wohin ihrs gefällt,
Lebendig den Leichnam
Und todt um die Welt!


作者
Heinrich Christian Boie

来源

Karl Weinhold, Beitrag zur Geschichte der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert (Halle 1868), S. 363; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-3B6A-D; CC BY 3.0 DE, TextGrid/www.editura.de


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