Trinklied


Trinkt Brüder der Reben
Entflammten Saft!
Er würzet das Leben
Und schenkt uns Kraft.
Die Waßertrinker die keuchen,
Sehn wie Gespenster und Leichen
Und werden mit mürrischem Gram bestraft.

Schleicht heute nicht blasser
Der Mond dahin?
Er trank zu viel Waßer,
Das bleichet ihn.
Hätt er Burgunder zu trinken,
Er würd Euch treflicher blinken,
Er würde wie unsere Wangen glühn.

Was quaken die Frösche
In jenem Sumpf?
Wird nicht ihr Gewäsche
Vom Waßer dumpf?
Laßt sie im Rebensaft schwimmen!
Ich schwörs, in unsere Stimmen
Tönt gellend dem Bachus auch ihr Triumph.


作者
Heinrich Christian Boie

来源

Karl Weinhold, Beitrag zur Geschichte der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert (Halle 1868), S. 310; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-3AEE-F; CC BY 3.0 DE, TextGrid/www.editura.de


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