Das Mädchen von dreizehn


Jung bin ich und unerfahren,
Wie man fangen und bewahren
Und der losen Ränke voll
Weilen nun, dann fliehen soll.

Noch kann ich mich nicht verstellen,
Weiß mit Blicken trüben hellen
Nicht zu spielen; nur der Lust
Schlägt die unentweihte Brust.

Will von euch mich keiner nehmen,
Weil ich gut noch bin und schämen
Des Verrathes noch mich kann?
Sieht mich arme keiner an?

Wartet ja nicht, bis zu lügen
Ich gelernet und zu trügen!
Für den ersten möcht' ich stehn,
Andre könnt' ich hintergehn!


作者
Heinrich Christian Boie

来源

Heinrich Christian Boie, Beitrag zur Geschichte der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert (Halle 1868), S. 333; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-3BCE-F; CC BY 3.0 DE, TextGrid


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