Das Ewige


Früchte fallen, Rosen bleichen,
Blüte muß der Blüte weichen;
Nimmer doch, vom Tode grau,
Lischt des Himmels Sternenblau;
Ewig auf und nieder schwellen
Dieses Meeres alte Wellen.
Also auch des Menschen Lieder
Schallen, schwinden, kommen wieder,
Jede künstliche Gestalt
Blühet sterblich, welket bald;
Doch der Wahrheit selig Licht,
All' umscheinend, altert nicht.
Wie die Zeit das All' zermalme,
Grünet dieser Hoffnung Palme;
Eine Lieb' im Herzen schlägt,
Die gen Himmel uns bewegt;
Denn aus Gottes stillen Reichen
Mußte fern der Tod entweichen,
Und es wird der heil'ge Glaube
Keiner ird'schen Zeit zum Raube.


作者
弗里德里希·施莱格尔

来源

Friedrich von Schlegel: Dichtungen, Herausgegeben von Hans Eichner, München u.a.: Schöningh, 1962 [= Band 5 der Kritischen Ausgabe]. | https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0004-D78B-7 | CC BY 3.0 DE; attribution: TextGrid, www.editura.de


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