An Viele


Vergebens wollt ihr, daß mit eurem Sinne
Der Dichter eins und gleich sei, der verachtet,
Was trübe euren trägen Geist umnachtet,
Besorgt, wie das Verborgne er gewinne;

Der Dichter, der, wie fern die Zeit entrinne,
Vergangenheit als Gegenwart betrachtet,
Und während ihr nach Sterblichem nur trachtet,
Unsterblich hier schon wird der Zukunft inne.

Als noch die Flammen strömten, Felsen klungen,
Die alte Riesenzeit der jungen Erde
Ist nah ihm gegenwärtig, gleich wie heute;

Und wieder grüßt und ruft von fern sein Werde
Den Frühling Gottes, daß er uns erneute,
Hat seine Ankunft froh schon jetzt besungen.


作者
弗里德里希·施莱格尔

来源

Friedrich von Schlegel: Dichtungen (Kritische Ausgabe, Bd. 5; 1962). TextGrid: https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0004-D7BC-A (CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de).


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