Bin wie ein Kranker


Der blaue Himmel und der Sonnenschein,
Sie stiegen nicht mit mir ins Schiff hinein.
Beim Regen bin ich einsam hier gelandet.
Im Meere schlug mein Herz noch weit – jetzt liegt es hier versandet.

Der Regen fällt und füllt mit Trübnis die Gedanken,
Sie schwimmen grau vorbei wie tote Hüllen.
Ihr Mut starb hin, da sie in Gram versanken.
Die Wünsche töten, die sich nicht erfüllen.

Bin wie ein Kranker, den die Nacht bedrängt,
Bin wie der Mond, der blaß im Raume hängt.
Darf ich mein Blut nicht bald an Liebe stillen
Sterb ich an meiner Wünsche letztem Willen.


1915
Garoet
作者
马克斯·道滕代

来源

Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München: Albert Langen, 1925.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-7416-B; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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