Ach, daheim der Mondstrahl überm Flieder


Gerne möchte ich die Hände falten
Und die Wege gehen, die erinnerungsalten,
Möchte meine Heimatnächte wiedersehen.

Ach, nun singt die Amsel bei der Röte
Schmaler Abendwolken im Holunder,
Hier im Reisfeld gurgelt die Posaunenkröte,
Und zum Himmel spreizt sich Palmenplunder.

Ach, daheim der Mondstrahl überm Flieder!
– Hörst du nicht der Gartentüre Klinke? –
Liebste, steig die hellen Stufen nieder,
Und ich steh' im Hohlweg unten, winke.

Und wir wandern um das kleine Haus,
Sitzen unterm alten Apfelbaume.
Und der Nachtigall geht die Lust nicht aus,
Und der Mond, er krönt uns in dem ewigen Raume.


1915.3.28
Garoet, Java
作者
马克斯·道滕代

来源

Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München: Albert Langen, 1925.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-70BF-F; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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