Selbstleuchtend steht der Mond groß an den Rampen


Der Halbmond hat die Wolken aufgerissen
Und baute ein Theater mit Kulissen,
Die Bühne fliegend und gleichwie erhellt von Lampen.
Selbstleuchtend steht der Mond groß an den Rampen,
Agiert sein Stück die ganze Nacht allein.
Mit weiter Geste flößt er Sehnsucht ein,
Spricht zu der unsichtbaren Liebsten Reden hin,
Und noch der Schlafende fühlt seines Pathos Sinn,
Und auch geschlossene Augen richten sich auf ihn.


作者
马克斯·道滕代

来源

Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München: Albert Langen, 1925.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-73B6-9; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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