Es atmet dort jemand


Im Tann, wo Ast bei Ast sich spreizt,
Da ist es heiß, wie eingeheizt.
Die Sonne brütend um Wurzeln kriecht,
Der Wald dumpf wie ein Holzstall riecht.
Es atmet dort jemand mit schwülem Schlund,
Steht hinter den Stämmen mit offenem Mund.
Er hält sich unter der Schwüle gebückt,
Hat sich die Stille ans Ohr gedrückt.
Die Sohle brennt in den Waldboden ein,
Manchmal hörst du seinen Schatten schrein.
Jeder Knochen ward seinem Leib ein Spieß,
Dran ihn die Sehnsucht braten ließ.


作者
马克斯·道滕代

来源

Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München: Albert Langen, 1925.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-7237-2; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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