Sonett der Welt


Unser Leiden, unsre Wonnen
Spiegelt uns die Allnatur,
Ewig gilt es unsrer Spur,
Alles wird zum Gleichnisbronnen:

Erstes Grün der frischen Flur,
Mahnst an Neigung, zart begonnen,
Heißes Sengen reifer Sonnen,
Bist der Liebe Abglanz nur!

Schlingt sich um den Baum die Winde,
Denken wir an uns aufs neue,
Sehnen uns nach einer Treue,

Die uns fest und zärtlich binde ...
Und wir fühlen uns verwandt,
Wie wir unser Bild erkannt.


1891
作者
胡戈·冯·霍夫曼斯塔尔

来源

Hugo von Hofmannsthal: Gesammelte Werke, Bd. 1: Gedichte; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0003-7876-6; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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