Uber die abwechselnden reinen und unreinen Begierden


Der Leib kam mit dem Geist in einen harten Streit.
Der Geist/ der flüchtig ist/ und klug wich eine Zeit.
Da nun der schwere Leib erhitzt in dem Verlangen
Die Sehnsucht sehr gestillt/ und müde satt gegangen/
So kam der Geist auf ihn/ und sprach: ergiebst du dich?
Ja sprach der Leib beschämt/ komm/ komm/ besige mich.
Wie vielmahls hast du schon den Ruhm davon getragen/
Zu seiner Schande hat der Leib sich selbst geschlagen?
Doch seys zum letzten mahl; drum weil du hast gesiegt/
Nim Palmen/ ehe sie noch die Verzweiflung kriegt.


作者
Christian Friedrich Hunold

来源

Christian Friedrich Hunold: Menantes Academische Nebenstunden allerhand neuer Gedichte, Halle/ Leipzig: Joh. Friedrich Zeitler, 1713.; TextGrid https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0003-8831-C; CC BY 3.0 DE; TextGrid, www.editura.de


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