Nicht tagen solls. Der Tag soll nicht beginnen


Rosé. Es soll nicht sein, laß es nicht zu.

Es blendet. Noch kann man ihm entkommen.

Es strahlt, silberner Schaum, silbriges

Antlitz. Zerfließt mit Purpurleuchten.

Beschleicht die geheimnisvollen Seelen.

Sie werden überschwemmt. Bedeckt. Sind ohnehin

zuviele, mutlose Seelen. Fürchte dich nicht. Nein

Nebel ist’s, Morgen, nein, zumal wie sehr schon da.

Wie lange schon, wieviele Jahre schon.

Wie lange wird das gehn. Der

Sack dort, dichtgewebter Morgen. Angst

und Zerfall. Laß mich, Nacht, nicht allein.

Du Nacht, geheimnisvolle Finsternis.

Du Flut. Wie sie mich mit sich reißen

die Gefühle. Nicht bis dorthin gelangen.

Verlaß mich nicht, du greller Glitzersterne

wildes Heim, Himmel, laß mich nicht allein.


作者
Endre Kukorelly

译者
Irene Rübberdt

来源

https://www.babelmatrix.org/works/hu/Kukorelly_Endre-1951/Ne_pirkadjon._Ne_legyen_pirkadat/de/3935-Nicht_tagen_solls._Der_Tag_soll_nicht_beginnen


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